Brennessel
Botanisches:
Die Wildkräuter mit den Brennhaaren dienen als Leitarten einer ganzen Pflanzenfamilie und sind fast auf der ganzen Welt heimisch. Während sich die große Brennessel (U. dioica ), bis zu 150 cm vor allem durch unterirdische Ausläufer verbreitet und daraus jedes Jahr wieder austreibt, muss sich die kleine Schwester ( U. urens etwa 50 cm hoch ) jedes Jahr wieder neu aussäen. Die unscheinbaren Blütenrispen erscheinen ab Juli. Wichtige Nahrungspflanzen für zahlreiche Schmetterlingsarten!
Standort:
Die große Brennessel bevorzugt nährstoffreiche Schuttplätze oder den Gehölzrand, die kleine dagegen offene Äcker.
Ernte und Konservierung:
Junge Triebe fast ganzjährig. Blüten ab Juli, Stängel und Wurzeln im Herbst. Blätter sind frisch am gehaltvollsten, können aber getrocknet werden.
Wirkstoffe und Verwendung:
Neben dem Nesselgift und anderen Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Sie fördern Blutbildung, Stoffwechsel und Gallesekretion; dies wird unter anderem bei Gicht-und Rheumaleiden eingesetzt, als harntreibender Tee oder als Bad. Junge Triebe lassen sich wie Spinat als Wildgemüse zubereiten oder sogar in Frühlingssalate mischen. Die Blütenstände gelten in Butter angedünstet als Delikatesse. Aus Stängeln kann man widerstandsfähigen Bast gewinnen.


